Es gibt eine Art von Stille,
die viele sofort füllen wollen.
Mit Worten.
Mit Gedanken.
Mit Ablenkung.
Weil sie sich ungewohnt anfühlt.
Fast so, als würde etwas fehlen.
Aber vielleicht fehlt nichts.
Vielleicht ist nur nichts da,
was dich sofort beschäftigt.
Wir haben gelernt,
dass Bewegung gleichbedeutend ist mit Leben.
Dass Lautstärke Bedeutung hat.
Dass Reaktion zeigt, dass etwas passiert.
Und Stille?
Wird schnell mit Leere verwechselt.
Dabei ist Stille oft der Ort,
an dem sich Dinge sortieren.
Nicht sichtbar.
Nicht greifbar.
Aber spürbar.
Dort, wo nichts passiert,
passiert oft am meisten.
Gedanken setzen sich.
Gefühle finden eine Form.
Etwas wird klar,
ohne dass du aktiv danach suchst.
Vielleicht ist es nicht die Stille,
die schwer ist.
Sondern das Nicht-Wissen,
das sie mit sich bringt.
Und vielleicht ist genau das der Punkt.
Dass nicht alles sofort verstanden werden muss.
Dass nicht alles benannt werden muss.
Dass nicht alles eine Richtung braucht.
Manches darf einfach sein.
Still.
Unfertig.
Offen.
Und genau darin liegt oft mehr Wahrheit
als in jeder schnellen Antwort.





