Es gibt dieses Gefühl,
das sich schwer erklären lässt.

Nicht laut.
Nicht dramatisch.

Eher ein leises Wahrnehmen,
dass etwas nicht ganz passt.

Du bist in Gesprächen,
aber nicht wirklich darin.

Du hörst zu,
aber etwas in dir bleibt still.

Nicht, weil du nichts zu sagen hast.
Sondern weil das, was du sagen würdest,
keinen Raum hat.

Und irgendwann entsteht daraus ein Gedanke:

Vielleicht bin ich einfach zu anders.

Zu tief.
Zu still.
Zu viel.
Zu wenig.

Je nachdem, von wo man schaut.

Aber vielleicht stimmt das nicht ganz.

Vielleicht bist du nicht zu anders.
Vielleicht bist du nur nicht überall gemeint.

Nicht jedes Gespräch ist für Tiefe gemacht.

Nicht jeder Raum hält Stille aus.

Nicht jeder Mensch möchte wirklich sehen.

Und das ist nichts,
was du verändern musst.

Es ist nur etwas,
das du erkennen darfst.

Dass es Orte gibt,
an denen du dich nicht kleiner machen musst.

Dass es Gespräche gibt,
die nicht schneller werden müssen,
damit sie angenehm sind.

Dass es Menschen gibt,
die verstehen,
ohne dass du viel erklären musst.

Vielleicht hast du sie schon getroffen.

In einzelnen Momenten.
In bestimmten Begegnungen.
In Gesprächen, die länger nachklingen als sie dauern.

Diese Momente sind keine Zufälle.

Sie zeigen dir,
wo Resonanz entsteht.

Und vielleicht geht es nicht darum,
mehr zu passen.

Sondern klarer zu spüren,
wo du wirklich gemeint bist.

Nicht überall.
Aber genau dort.