Es gibt diese Momente,
die man erst im Rückblick versteht.
Nicht, weil sie unklar waren.
Sondern weil man sie
nicht sehen wollte.
Ein leises Gefühl.
Ein kurzer Gedanke.
Ein Innehalten,
das man sofort wieder übergeht.
Und dann macht man weiter.
Man erklärt es sich.
Relativiert.
Findet Gründe,
warum es gerade nicht passt,
hinzuschauen.
Und alles wirkt wieder ruhig.
Zumindest oberflächlich.
Aber etwas bleibt.
Nicht laut.
Nicht drängend.
Eher wie ein Wissen,
das sich nicht aufdrängt,
aber auch nicht verschwindet.
Vielleicht kennst du das.
Du triffst eine Entscheidung,
und etwas in dir wird still.
Du gehst einen Weg,
und merkst,
dass du innerlich
nicht ganz mitgehst.
Du sagst ja,
und spürst gleichzeitig ein leises Nein.
Nicht stark genug,
um alles zu stoppen.
Aber klar genug,
um nicht ganz ignoriert zu werden.
Und trotzdem gehst du weiter.
Weil es logisch ist.
Weil es sinnvoll erscheint.
Weil es einfacher ist,
als stehen zu bleiben.
Bis irgendwann dieser Moment kommt:
Ich habe es eigentlich schon gewusst.
Nicht im Kopf.
Nicht als klare Entscheidung.
Sondern als Gefühl,
das von Anfang an da war.
Vielleicht ist Intuition nicht etwas,
das laut wird.
Vielleicht ist sie eher das,
was leise bleibt.
Und darauf wartet,
dass du langsamer wirst.
Nicht, um dich zu stoppen.
Sondern um dich wieder einzuladen,
hinzuhören.
Vielleicht geht es nicht darum,
immer sofort richtig zu entscheiden.
Sondern darum,
früher wahrzunehmen,
was du längst weißt.
Und es ein kleines bisschen
ernster zu nehmen.
Nicht perfekt.
Nicht konsequent.
Aber ehrlich genug,
um dich selbst nicht zu verlieren.





